Straßenschilder laden zum Verweilen ein

Zusatztafeln erklären die Herkunft der Namensgeber

Sowohl Karl Rosenthal, Bürgermeister der Neustadt um 1800, als auch der SC Hellas, ein bekannter Schwimmverein von 1904 waren Namenspaten für die Rosenthalstraße und den Hellasweg in der Neuen Neustadt. 82 Straßen zählt das Viertel, deren Namen viel über die Historie der einstigen Hieronymusstadt preisgeben. Es sind Namen von Persönlichkeiten oder auch besondere Ereignisse, die den Stadtteil prägten. Doch welche Geschichten verbergen sich dahinter?

Wer nun seit Januar dieses Jahres aufmerksam durch die Neue Neustadt geht, dem werden gewiss die neuen kleinen blauen Tafeln unter etlichen Straßenschildern auffallen. Es sind Erklär-Tafeln mit Informationen zur Herkunft des jeweiligen Straßennamens. Die Aktion ist ein Projekt der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neue Neustadt. Ziel der Aktion ist es, Anwohnern und Passanten die lebendige wechselvolle Geschichte des 1812 gegründeten Stadtviertels nahezubringen.

Erstmalig wurden neun Straßenschilder mit Zusatzschildern bestückt. Dies sind die Mittagstraße, die Morgenstraße, die Abendstraße, die Hugenottenstraße, die Rosenthalstraße, die Heinrichstraße, die Alexanderstraße, Hellasweg und der Heinrich-Mundlos-Ring. Die textliche Gestaltung und die Recherche zum Text leistete die GWA. Die Firma „Stempel Tietze“ fertigte die Schilder zum Preis von 87 Euro pro Stück. Die Montage übernahm das Tiefbauamt.

GWA-Sprecherin Bärbel Bühnemann bedankte sich bei Volker Mentzel, 1. Sachbearbeiter im Tiefbauamt, für die unbürokratische Zusammenarbeit. Die Finanzierung des Projektes erfolgt über die GWA aus Mitteln des „Initiativfonds Gemeinwesenarbeit“, so die GWA-Sprecherin. Geplant ist das Projekt fortzuführen; weitere Straßen sollen folgen. Gern würde Bärbel Bühnemann auch die Neustädter mit einbeziehen. Anwohner, die Interesse haben, die GWA bei der recht aufwendigen Recherchearbeit zum Ursprung der Straßennahmen zu unterstützen, können sich gern melden.

Text und Bilder: Annett Szameitat

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